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Trendsport im Hörsaal

Sportstudenten haben ja allgemein schon damit zu kämpfen, dass ihrem Studienfach allerlei Vorurteile entgegen gebracht werden. Sie begegnen Unglauben, dass das überhaupt ein Studienfach sei und wenn das dann schließlich akzeptiert ist, dann doch wohl nur als Lehrer, oder? Dass man jetzt auch Trendsportarten in das Curriculum der Sportstudenten aufgenommen hat, dürfte Lachern über das Studium der Sportwissenschaften neuen Zündstoff geben, den Trendsportarten aber einen entscheidenden Aufwind verschaffen.

Vom Trend- zum Breitensport

Viele Trendsportarten sind sicher nicht mehr als ein vorübergehender Hype einer Neuheit aus den USA oder anderen Ländern. Schon bald verschwinden sie wieder von der Bildfläche. Doch manchmal halten sich Trendsportarten hartnäckig unter den Kindern und Jugendlichen und werden eifrig weiter ausgeübt, selbst wenn es eigentlich keinen Raum dafür gibt. So ist zum Beispiel Skateboardfahren zu einer echten Street-Sportart geworden. Inzwischen hat es aber, wie andere Trendsportarten auch, seinen Weg in die Unis und Hörsäle gefunden und der Effekt ist, zumindest für die Aktiven, nicht zu verachten.

Raum zur Entfaltung

Überall gibt es Tennis- oder Fußballvereine. Wer Volleyball spielen möchte, findet dazu auch in seiner kleineren Heimatstadt problemlos die Gelegenheit. Doch wenn Kinder oder Jugendliche ihre Zeit mit Skaten, Inline-Skaten, Snakeboard fahren oder ähnlichen Trendsportarten verbringen wollen, bleibt als Austragungsort oft nur die Straße. Und damit auch eine jahreszeitliche Beschränkung. Die Aufnahme von Skateboarden auf die Lehrpläne mancher Unis, hat der Sportart neuen Aufwind und ein neues, seriöseres Image verliehen. Städtische Gelder wurden freigestellt - für die Einrichtung von Skateparks oder Skatehallen und zur Förderung von Veranstaltungen und Vereinen. Die Verantwortlichen sahen darin eine Möglichkeit die Jugend von der Straße zu holen und sinnvoll zu beschäftigen. Und zwar auch diejenigen, die keine Lust auf Tennis, Fußball oder Volleyball haben und sonst zu Hause vor PC-Spielen sitzen bleiben würden oder sich weniger förderliche und wünschenswerte Beschäftigungen suchen würden. So können die zukünftigen Absolventen vielleicht schon bald viel mehr Kinder zum Sport bewegen, als ihre Kollegen die nur die üblichen Breitensportarten auf dem Lehrplan hatten.