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Sportschuhe zwischen Design und Funktion

Die Modeschauen in Paris, Mailand, New York und London zählen zu den wichtigsten Laufstegen, auf denen sogar Sportartikelhersteller mit ihren Kollektionen vertreten sind. Jüngst präsentierte das Unternehmen Adidas die Entwürfe der engagierten Tirschützerin und Veganerin Stella McCartney vor: Rüschenbesetzte Buntfaltenröcke für Tennisspielerinnen, Picknickjacken sowie Leggins mit auffälligen Details waren darunter. Trotzdem bemängeln alte Hasen dieses Geschäfts die zurückhaltende Schöpfungskraft vieler Designer, welche sich angesichts immer zeitnaher erscheinender und womöglich billigerer Imitate mit ihren kreativen Innovationen inzwischen eher bei Stoffen und Drucktechniken in gewohnter Manie austoben. Vor wirklichen Neuerungen schreckt man in Anbetracht der Krise wohl noch zurück, im Trendsportbereich sieht das dagegen ganz anders aus!

Nicht nur Sportschuhe mit Straßenkredibilität zieren sich gern im auffälligen Design. Die Hersteller wissen längst um Synergieeffekte und viele Modelle profitieren vom Image ihrer berühmten Träger. Im funktionalen Bereich rechnet man jedoch vor allem mit der Spielfreude potentieller Konsumenten und Abnehmer:

Down to Earth

Wie barfuß, aber eben doch angezogen – so läuft es sich auf wasserbeständigen Füßlingen. Alle fünf Zehen sind dabei einzeln umschlossen, wie bei einem Handschuh. Das Obermaterial besteht aus elastischem, reißfestem Cordura, die Innensohle aus Wildleder und die Sohle aus rutschfestem Naturkautschuk. Damit sind die Schuhe vor allem dafür entwickelt, die evolutionsbedingten Bewegungsabläufe und Kraftumsetzungen des menschlichen Körpers auf natürlichem Untergrund, also Outdoor, zu unterstützen. Der Schuh schützt den Fuß, ohne die ihm eigene Empfindsamkeit zu beeinträchtigen, denn ein sensibles Fußgefühl verbessert die Kontrolle des eigenen Bewegungsapparates insofern, als dass Koordination und ein stabiler Tritt die eigene Leistungsfähigkeit des Körpers mobilisieren sollen. Orthopäden sprechen sogar davon, dass durch konsequentes Tragen dieser Schuhe Haltungsschäden wieder ausgeglichen werden können und mögliche Rückenschmerzen abnehmen. Leichte Wander- und Treckingtouren, Freeclimbing oder herkömmliches Klettern an glatten Felswänden und Skateboardfahren sind denkbare Einsatzgebiete, bei denen diese zunächst radikal anmutende Erfindung vor allem auf das natürliche Körpergefühl setzt. Doch auch bei Bachdurchquerungen und speziellen Flusswanderungen bleibt der Fuß geschützt.

Hoch hinaus

Der Spaßfaktor sogenannter Jumpingschuhe bringt sogar Sportmuffel auf Trab, denn mit wenig Übung kommt man mit ihnen ein ganzes Stück weiter, als bei anderen Trendsportarten. Wie auf Miniaturtrampolinen springen die Jumper voran. Diese Art der Fortbewegung erinnert manchen schmunzelnd an das australische Wappen- und Symboltier, denn ähnlich dem Känguru sind die Jumper mit weiten Sätzen dazu in der Lage, ganz erstaunliche Geschwindigkeiten zu erreichen. Doch die ungewöhnliche Sprungkraft ist nicht mal mit einem größeren Kraftaufwand verbunden. Ganz im Gegenteil stellt sich währenddessen beinahe ein Gefühl der Schwerelosigkeit ein. Gelenkschonend fördern sie die Ausbildung der Rückenmuskulatur.