Navigation

Bikini: Mit oder ohne?

Die Biniki-Figur bewegt jeden Sommer wieder die Gemüter - sowohl die der Medien-Macher, aber auch vieler Frauen, die ihre Figur als nicht geeignet für so wenig Stoff befinden. Aber auch die z.T. sehr schmalen Stoffbahnen selbst bewegen die Gemüter.

Weniger aus modischen Gründen, sondern vielmehr weil manche Europäer finden, dass der Bikini sich viel zu sehr als "normales" Kleidungsstück im Alltag etabliert hat.

Plakatkampagne gegen Bikinis in der Stadt

Den Stadtoberen von Barcelona wurde es irgendwann einfach zu viel: Zu viel Haut und zu wenig Stoff auf den Straßen der spanischen Metropole. Denn die Touristenströme, die sich besonders in den Sommermonaten durch die Straßen bewegen, sind zunehmend durchsetzt von Damen, die zu Shorts oder Rock nur ein Bikini-Oberteil tragen. Mit einer Plakatkampagne will man die Urlauber jetzt deshalb dazu bringen, sich angemessener und vor allem etwas großflächiger zu bedecken.

Mit Bikini in die Bar?

Doch auch Anhänger der Bikini-Kultur machen natürlich Unterschiede, wo und wann der Zweiteiler angebracht ist - oder wo sogar nur noch das untere Teil von diesem getragen werden muss. Nach einer Umfrage finden am Strand 96 Prozent der Männer nur ein Bikinihöschen angemessen. Von den Frauen sind noch 87 Prozent für das barbusige Sonnenbaden. Und 93 Prozent beider Geschlechter sind sich einig, dass die Strandbekleidung eben auch eher dort hin gehört. 31 Prozent glauben aber dennoch, dass auch an der Bar und im Restaurant der Bikini eine angemessene Kleidung ist. Zeigen sich Männer oben ohne, finden das 98 Prozent OK, jedoch nur 18 Prozent heißen die spärliche Bekleidung bei Männern auch im Supermarkt oder der Bar gut.

Oben-ohne-Anhänger im europäischen Vergleich

Und interessanterweise zeigt der internationale Vergleich: Die Deutschen sind die größten Befürworter der Oben-ohne-Badekultur. So finden 99 Prozent, dass auch für Frauen am Strand nur ein Bikinihöschen reicht. Bei den Briten sind es noch 93 Prozent, gefolgt von Italienern und Franzosen, bei denen 91 Prozent den Anblick angenehm empfinden. Die sonst so liberalen Schweden fallen mit 82 Prozent etwas zurück und die russischen Befragten zeigten sich mit 67 Prozent Befürwortern am wenigsten begeistert von der (Nicht-)Mode.

Die Stofffetzen bleiben besser am Strand

Fazit: An europäischen Stränden können Männer und Frauen wohl getrost ihren Oberkörper entblößen. Auf gepflasterten Regionen oder in geschlossenen Räumen ist aber auch ein Bikini vielen etwas zu wenig Stoff. Und das sollte man als Tourist und Einheimischer auch ruhig akzeptieren. Auch wenn man eigentlich unbedingt in jeder Sekunde an der Bräune arbeiten will und der Bikini einfach so verdammt schön ist.