Bergsteigen
Bergsteigen ist ein Sammelbegriff für alle touristischen Unternehmungen im Gebirge, angefangen vom Bergwandern bis hin zu den schwierigsten Touren im Hochgebirge. Als Bergwandern wird das Wandern im Hochgebirge bezeichnet. Hierbei müssen große Höhenunterschiede überwunden werden und meistens ist das Gelände auch deutlich anspruchsvoller als bei anderen Wanderungen. Bergwandern erfordert eine gute Kondition, Trittsicherheit und die Fähigkeit, sich auch in unwegsamem Gelände sicher bewegen zu können. Auf die Benutzung spezieller Kletter- und Sicherungstechnik kann beim Bergwandern allerdings noch verzichtet werden.
Die wichtigste Form des Bergsteigens ist das Klettern, welches grob unterteilt werden kann in Fels- und Eisklettern. Beim Sport- und Felsklettern kommt es darauf an, möglichst hohe Schwierigkeitsgrade zu meistern. Hierbei steht nicht die zu bezwingende Höhe, sondern die Art und Beschaffenheit des Felsens im Vordergrund. Sportklettern findet auch in speziellen Kletterhallen statt, wo Routen von verschiedenem Schwierigkeitsgrad angeboten werden. Die Schwierigkeitsskalen beim Sportklettern reichen von 1 - 9a+. Bei der Stufe 1 ist der Fels noch relativ leicht zu ersteigen und es kann meist auf die Benutzung eines Seiles verzichtet werden. Ab dem Schwierigkeitsgrad 2 oder 3 wird jede Stufe zusätzlich noch unterteilt in a, b und c. Ein zusätzliches + kennzeichnet einen noch höheren Schwierigkeitsgrad. Für die mittleren und hohen Schwierigkeitsgrade sind bestimmte Sicherungsgeräte erforderlich.
Das Alpinklettern ist eine weitere wichtige Form des Bergsteigens. Dabei steht das Erreichen eines möglichst hohen Gipfels im Vordergrund. Wachsender Beliebtheit hat sich in den letzten Jahren des Eisklettern erfreut. Geklettert wird an gefrorenen Wasserfällen und an Eiszapfen. Hierfür sind besondere Kenntnisse und eine erweiterte Sicherungstechnik, wie zum Beispiel Steigeisen und Eispickel, erforderlich. Der neueste Trend ist das Mixed-Klettern, eine Kombination aus Fels- und Eisklettern. Sehr beliebt ist auch das Bouldern, eine Form des Kletterns an Felsblöcken in Absprunghöhe. Im weitestens Sinne kann auch das Begehen von Schluchten (Canyoning) mit zum Bergsteigen gezählt werden. Die Begehung erfolgt von oben nach unten mit Hilfe von Abseilen, Abklettern, Springen, Rutschen, Schwimmen und Tauchen.